Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

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Mythen rund um Desinfektionsmittel

 

Fotoquelle: unsplash.com / yoann-boyer-185507


In Krankenhäusern und Arztpraxen gehören sie zur Standardausrüstung. Doch leisten Desinfektionsmittel als antimikrobielle Substanzen auch im Haushalt nützliche Dienste? Um Desinfektionsmittel kreisen zahlreiche Mythen. Höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Desinfektion im Haushalt

Stimmt es, dass die Hände nach dem Toilettengang nicht nur gewaschen, sondern am besten auch gleich desinfiziert werden sollten? Das stimmt nicht. Händewaschen mit normaler Seife reicht vollkommen aus. Beim Desinfizieren werden zwar gefährliche Keime abgetötet aber eben auch viele nützliche Bakterien, die der Haut dabei helfen, die schädlichen Keime zu reduzieren. Im Haushalt bringt Desinfektion in der Regel keine Vorteile. Ganz im Gegenteil, die Wirkstoffe bergen sogar Gefahren. Außerdem ist Desinfektionsmittel relativ teuer.

Desinfektion für Profis

Manche glauben, dass bei einer regelmäßigen Benutzung von Desinfektionsmitteln im Haushalt, die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten und Infektionen sinkt. Desinfektionsmittel haben jedoch im Haushalt nichts zu suchen und sollten in der Regel nur von Profis verwendet werden. So gehören Desinfektionsmittel in Kliniken, Lebensmittelfabriken, Pflegeheime und pharmazeutische Unternehmen. Nur bei besonderen Bedingungen sollten sie im Haushalt verwendet werden. Zum Beispiel dann, wenn sich eine pflegebedürftige Person im Haushalt befindet und der Arzt besondere Hygiene anordnet.

Desinfektion auf dem Plan

Jede Einrichtung bei der aseptisch gearbeitet wird, benötigt einen Desinfektionsplan. Auf medipolis-intensivshop.de erfahren Sie mehr darüber. Was steht in so einem Plan? Wofür wird er benötigt? Wie wird er erstellt? Dazu gibt es einige Produktempfehlungen zur Desinfektion.

Schutz vor Schweinegrippe

Auch bekannt als H1N1 oder Neue Grippe, kam die Schweinegrippe im Winter 2009/2010 aus Mexiko nach Deutschland und löste dort eine Pandemie aus. Wer an der Schweinegrippe erkrankt, leidet nicht nur unter den üblichen Symptomen, sondern zusätzlich auch unter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Hauptsächlich junge, gesunde Erwachsene stecken sich an.

Stimmt es, dass Sie sich durch Händewaschen vor dem Virus schützen können? Nein, denn Waschen tötet keine Viren. Es werden zwar in der Regel einige Viren abgespült, eine Infektion kann dadurch jedoch nicht verhindert werden. Ganz im Gegenteil: Waschen erhöht sogar die Ansteckungswahrscheinlichkeit, da die Viren im ganzen Waschbecken verteilt werden, wodurch sich andere Menschen leichter mit dem Virus infizieren können. Das Ansteckungsrisiko ist daher in öffentlichen Waschräumen wie Gaststätten, Kinos und Fußballstadien besonders hoch.

Desinfektionsmittel schützen

Desinfektionsmittel tötet die Schweinegrippe-Viren ab, ist in Apotheken leicht erhältlich, passt in jede Handtasche und in jedes Sakko, kann überall verwendet werden und ist daher die entscheidende Maßnahme, um eine Ansteckung zu verhindern. Desinfektionsmittel gibt es sowohl in kleinen Plastikflaschen als auch in kleinen Tütchen für den Privatgebrauch.

Muss Desinfektionsmittel regelmäßig gewechselt werden?

So manch einer ist dem Irrtum erlegen, dass Desinfektionsmittel regelmäßig gewechselt werden muss, damit die Wirkung gegenüber den Mikroorganismen nicht verfliegt. Wahr ist jedoch, dass Mikroorganismen gegenüber Desinfektionsmittel nicht resistent werden. (Gegenüber Antibiotika können sie jedoch Resistenzen entwickeln.) Lediglich wenn die Dosis unterschritten oder die Einwirkzeit nicht eingehalten wird, kann es vorübergehend die Wirkung verlieren.

Müssen generell RKI-gelistete Desinfektionsmittel eingesetzt werden?

Zur routinemäßigen Desinfektion beziehungsweise Prophylaxe genügen VAH-gelistete
Desinfektionsmittel. Bricht eine Krankheit jedoch aus und ordnet die zuständige Behörde eine schriftliche Entseuchung an, müssen RKI-gelistete Desinfektionsmittel genutzt werden.

Alkohole in Handdesinfektionsmitteln

Ein weiter Mythos besagt, dass Alkohole in Handdesinfektionsmitteln für einige Krankheiten und Allergien verantwortlich sind und außerdem die Haut schädigen. Tatsächlich wirken äußerlich angewandte Alkohole weder erbgutverändernd, noch embryoschädigend oder krebserregend. Durch Parfüme oder Farbstoffe können jedoch Allergien entstehen. Handdesinfektionsmittel mit Alkohol sind verträglicher als Handwaschpräparate.

Desinfektion von Handkontaktflächen in Risikobereichen

Weiterhin ist der Irrglaube verbreitet, dass die Desinfektion von Türgriffen, Handläufen und Ähnlichem sinnlos ist, da diese Regionen sofort wieder kontaminiert werden. Wahr ist jedoch, dass die Desinfektion von Handkontaktflächen in Risikobereichen sehr wichtig ist, um die Keimzahl und damit die Infektionsgefahr zu senken.