Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

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Erfahrungen einer  27-jährigen Patientin 
mit "Anti-Schamtraining"


Foto: www.pixelio.de


Von den Anti-Scham-Übungen habe ich verschiedene gemacht. Z. B. habe ich, als ich auf dem .....platz stand, gefragt, wo der .....platz ist und als man mir geantwortet hat, ich stünde auf dem .....platz, noch gefragt wo denn dann die Bahnstation ist, obwohl ich nur 30 Meter von ihr entfernt stand.

Am nächsten Tag habe ich dann Passanten gefragt, ob sie mir sagen könnten, wie die deutsche Bundeskanzlerin heißt.

Und am darauf folgenden Tag habe ich Passanten gefragt, ob sie einen Euro für mich hätten.

Fazit: Es war eine ganz schöne Überwindung die Leute (in Gedanken an Sie habe ich pro Tag jeweils angesprochen:-)) anzusprechen und ich habe erst "einige vorbeiziehen lassen", bevor ich dann endlich gefragt habe. Die Leute haben aber nicht entsetzt reagiert, sondern eher nett oder überrascht. Als ich nach dem Euro gefragt habe, haben zwei von dreien sich sogar entschuldigt, dass sie mir kein Geld geben. Und als ich nach der Bundeskanzlerin gefragt habe, hat ein Typ gelacht und gefragt, ob ich die Frage ernst meinen würde, aber ich habe dann einfach geantwortet , ich wüsste es wirklich nicht. Ich habe mir vorher gar keine Gedanken gemacht, wie die Leute wohl reagieren würden, sonder fand es eigentlich nur peinlich, aber im nachhinein, hat der Großteil aufgeschlossen und freundlich reagiert und es war ganz witzig.

Am nächsten Tag habe ich dann mein Referat gehalten, was für mich ja auch eine Art Anti-Scham-Übung ist und das war eigentlich auch ganz OK, zumindest ist niemand in schallendes Gelächter ausgebrochen. Ich habe zwar zwei oder drei mal etwas gestockt, bin dann aber direkt wieder reingekommen und würde es nicht als peinlich bezeichnen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass meine Mitreferenten z. T. auch sehr nervös waren, die eine hat ganz viele "ähms" gesagt und die andere hat ganz schnell gesprochen (was nicht heißt, dass ich ihre Vorträge schlecht fand). Und angespannt haben alle gewirkt.

Als nächste Anti-Scham-Übung hatte ich mir dann vorgenommen, mir eine bekloppte Frisur zu machen und mir eine Mütze aus Zeitungspapier zu falten, auf den Kopf zu setzen und so einmal durch Kaufhof oder Karstadt zu gehen. Die bekloppte Frisur sollte aus zwei Rattenschwänzen bestehen. Heute in..... hatte dann.... zwei Rattenschwänze als Frisur und ist so vor den ganzen Leuten aufgetreten. Und dann habe ich gedacht, dass ich vielleicht übertriebene Vorstellungen davon habe, wofür man sich schämen muss und wofür nicht. Ich fand nämlich nicht , dass ihr ihre Frisur peinlich sein muss, wenn sie ihr gefällt, sondern nur, dass mir selbst die Frisur nicht gefallen würde.

Ihren Vorschlag,  drei fremde Männern anzusprechen, finde ich aber, nachdem ich nochmals drüber nachgedacht, habe nicht so gut, weil ich niemanden ansprechen möchte, der mir nicht gefällt.

Stattdessen möchte ich lieber andere Anti-Scham-Übungen (z.B. die mit dem Hütchen und den Rattenschwänzchen) machen.