Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

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Life-Therapie-Tagebuch:

9. Sitzung
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In den letzten Tagen vor der Sitzung ging es mir nicht besonders gut. Ich hatte wenig Energie, war oft antriebslos. Jede unangenehme Beschäftigung fiel mir in den Momenten besonders schwer und sie verschlechterte eher meine Stimmung. Ich war sehr mit meinen negativen Empfindungen beschäftigt.

Was mir in den Momenten geholfen hatte, war, meine schlechte Stimmung anzuerkennen und sie sich nicht durch sich selbst verstärken zu lassen. Ich habe mir immer wieder vor Augen geführt, dass es nur eine begrenzte Zeit ist, in der es mir nicht gut geht und dass sich meine Stimmung verbessert, je besser es mir gelingt, den negativen Gedanken keine Macht über mich ergreifen zu lassen.

Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, was wohl der Auslöser für mein Tief war. Mir war eigentlich schnell klar, dass ich durch die beruflichen wie auch die privaten Veränderungen unsicher geworden bin. Vieles kam mir fremd vor, die Aufgaben und Herausforderungen zunächst unüberschaubar. Ich bin in der Beziehung anscheinend relativ sensibel und brauche einige Zeit, um mich sicher zu fühlen.

In der Therapiestunde bei Dr. Mück habe ich ihm natürlich davon erzählt. Ich habe aber versucht, meine negativen Erlebnisse nicht zu sehr auszuschmücken, um die Gefühle nicht noch einmal zu sehr aufleben zu lassen. Ich wollte mich auch nicht zu sehr auf die Therapiestunde und auf Dr. Mück stützen, denn es ist leicht und in dem Moment vielleicht sogar hilfreich, mich darauf zu verlassen, dass Dr. Mück das schon richten wird. Ich weiß, dass es mir aber längerfristig keinen Fortschritt bringt.

Ich bin deshalb ohne besondere Erwartung und ohne Druck in die Sitzung gegangen. Ich weiß inzwischen, dass das sowieso die beste Ausgangssituation ist und meistens die konstruktivsten Sitzungen hervorbringt. Ich habe mich in der Sitzung sehr wohl gefühlt.

Im Bezug auf meine aktuellen Probleme drängte Dr. Mück mich dazu, mich festzulegen, wie viele Stunden in den drei Wochen seit der letzten Sitzung es mir tatsächlich nicht gut ging. Ich habe überlegt und diese Zeitdauer auf insgesamt 5 Stunden geschätzt. Dr. Mück fing an zu rechnen und führte mir vor Augen, dass die 5 Stunden nur 1 % der gesamten Zeit ausmachten.

Auch wenn ich es relativierte und Dr. Mück zu verstehen geben wollte, dass die Zeit, in der es mir nur mäßig ging und ich in der ich sehr viel Kraft aufwenden musste, um mich einigermaßen gut zu fühlen deutlich länger war, habe ich aber deutlich verstanden, worum es Dr. Mück ging. Ich sollte meine Stimmungen richtig bewerten und mich nicht durch völlig unrealistische Denkweisen herunterziehen lassen.

Dr. Mück hatte sich vorgenommen, an der letzten Sitzung anzuknüpfen und über mein inneres Gesetzbuch zu sprechen. Er hatte mir die Aufgabe gestellt, meine mir selbst auferlegten, starren Regeln die meine Einstellung und mein Verhalten betreffen, aufzuschreiben und für jeden Punkt eine bessere Alternative zu finden. Ich hatte diese Aufstellung auch gemacht, hatte es aber mehr so verstanden, dass ich sie für mich anfertigen sollte. Dr. Mück war merklich enttäuscht, dass meine inneren Gesetze für die Stunde nicht zur Verfügung standen und wir nicht weiterarbeiten konnten.

Obwohl ich mit Kritik sonst nicht besonders gut umgehen kann, fand ich die Offenheit von Dr. Mück sehr gut. Ich habe mich trotzdem weiterhin sehr wohl gefühlt und gerade dieser Umstand hat uns dazu gebracht, über den Therapieverlauf zu sprechen. Dr. Mück äußerte, dass er den Eindruck hätte, dass die Therapie ein wenig einschlafen würde und dass ich einen Therapie-Durchhänger haben könnte.

Dr. Mück sagte dann einen schlichten Satz, der bei mir sehr nachhaltig war. Er sagte, dass es

so wichtig und so wirkungsvoll sei, an den kognitiven Verhaltensweisen zu arbeiten. Das wäre ein ganz wesentliches und effektives Element, um depressive Verstimmungen zu vermeiden. Dr. Mück ermunterte mich, die Entwicklungslust als Motivation zu nehmen und nicht den Leidensdruck.

Es ist für mich schwierig in den Situationen, in denen es mir nicht gut geht, das zu erkennen. Ich denke je nach Stimmung in alle möglichen Richtungen und ich neige dazu, die Detailarbeit als nicht so effektiv zu betrachten. Als ich aber den großen Ehrgeiz von Dr. Mück gespürt habe, hat mir das ein großes Vertrauen in unsere gemeinsame Arbeit gegeben und es hat mich motiviert, weiter mit Fleiß an den Dingen zu arbeiten.

Zu Sitzung 10